Geistig aktiv bleiben
Für ein starkes Gedächtnis
TEXT: REDAKTION
Mit dem Älterwerden verändert sich das Gehirn. Namen fallen uns schwerer ein, Termine geraten durcheinander. Solche Aussetzer sind meist harmlos. Doch wenn sie häufiger werden, wächst die Sorge, dass es sich um Demenz handeln könnte. Mit einem aktiven Lebensstil, der richtigen Ernährung und geistigen Herausforderungen kann früh gegengesteuert werden.
Unser Gedächtnis funktioniert wie ein Muskel: Was trainiert wird, bleibt fit. Neurowissenschaftliche Studien zeigen, dass geistige Aktivität die sogenannten kognitiven Reserven stärkt – also die Fähigkeit des Gehirns, trotz altersbedingter Veränderungen leistungsfähiger zu bleiben. Regelmässige Bewegung, soziale Kontakte und geistige Herausforderungen fördern die Durchblutung, aktivieren Nervenzellen und können altersbedingten Gedächtnisabbau sowie das Demenzrisiko deutlich senken.
Neugier ist das beste
Gedächtnistraining.
Bewegung und Ernährung für eine starke geistige Fitness
Körperliche Aktivitäten wirken sich positiv auf das Gehirn aus. Ob Spaziergänge, Tanzen oder Gartenarbeit – Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung, kurbelt den Stoffwechsel an und fördert die Konzentration. Auch die Ernährung spielt eine zentrale Rolle: Viel frisches Gemüse, Beeren, Hülsenfrüchte, Fisch und Olivenöl liefern wertvolle Nährstoffe, Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren – eine Wohltat für den Körper und das Gehirn. Industriell verarbeitete Lebensmittel, Zucker, rotes Fleisch oder Alkohol sollten dagegen nur selten in der Einkaufstasche landen. Blutdruck, Blutzucker und Gewicht müssen ebenfalls im Auge behalten werden, um das Demenzrisiko zu senken.
Neugier macht nicht nur Spass, sondern stärkt auch das Gedächtnis
Wer offen bleibt für Neues, sei es das Erlernen von Sprachen, Lesen oder Musizieren, vernetzt kontinuierlich neue Nervenzellen und stärkt damit sein Gedächtnis nachhaltig. Für alle, die es einfacher mögen, bringen schon kleine Veränderungen im Alltag positive Effekte: Probieren Sie doch einfach mal ungewohnte Wege aus, gestalten Sie Routinen neu oder planen Sie ganz bewusst ohne digitale Hilfsmittel. Gesellschaftsspiele oder alltagsrelevante Gehirnjogging-Aufgaben bringen das Denken ebenfalls in Schwung und halten das Gehirn fit.
Ginkgo biloba – natürliche Unterstützung fürs Gehirn
Der Heilpflanze wird seit Jahrzehnten ein besonderer Stellenwert in der Unterstützung der geistigen Leistungsfähigkeit zugeschrieben. Ihre Extrakte verbessern die Durchblutung des Gehirns, schützen die Nervenzellen und fördern die Signalübertragung zwischen Gehirn und Körper. Ginkgo soll beginnender Vergesslichkeit vorbeugen und auch bei bestehenden kognitiven Einschränkungen unterstützend wirken. Entsprechende Präparate erhalten Sie in Ihrer Apotheke. Zu Dosierung und Einnahme berät Sie gerne Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker.
Frühe Abklärungen und Unterstützung durch Angehörige
Ein Besuch in der Arztpraxis bei aufkommender Vergesslichkeit ist wichtig – aber nicht jede Gedächtnisschwäche bedeutet gleich Demenz. Häufig liegen andere Ursachen zugrunde wie etwa Schlafmangel, Stress oder Nebenwirkungen von Medikamenten. Wird die Ursache früh erkannt, lässt sich gezielt gegensteuern und den Verlauf positiv beeinflussen.
Bestätigt sich eine Demenzdiagnose, sind Betroffene und Angehörige vor grosse Herausforderungen gestellt. Umso wichtiger sind Verständnis, Geduld und ein stabiles Umfeld. Kleine Anpassungen im Alltag, klare Strukturen und gemeinsame Aktivitäten helfen, Orientierung zu geben und die Lebensqualität zu erhalten.
Foto: ©Microgen/AdobeStock

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