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Kleine Nasen, grosse Sorgen: Wie Sie Ihrem Baby durch die Erkältungszeit helfen können 

Warum sind Babys und Kleinkinder eigentlich so häufig erkältet? Die Antwort mag überraschen: Es ist ein wichtiger Schritt in ihrer Entwicklung. Erfahren Sie, warum die kleinen Schnupfnasen tatsächlich ein gutes Zeichen sind und wie Sie die Erkältungsbeschwerden Ihres Kindes lindern können. 

Warum Säuglinge und Kleinkinder häufiger erkältet sind  

Babys haben fünf bis acht Erkältungen oder virale Infekte mit Schnupfen, Husten und/oder Fieber pro Jahr, manchmal sogar bis zu zwölf. Besonders im Winter treten diese Infektionen häufiger auf, da wir uns mehr in geschlossenen Räumen aufhalten. Auch wenn es für Eltern beunruhigend sein kann, wenn ihr Kind häufig krank ist, ist dies ein natürlicher und wichtiger Vorgang. Der Kontakt mit verschiedenen Krankheitserregern hilft dem Immunsystem Ihres Babys, sich richtig zu entwickeln und stärker zu werden. 

Verstopfte Nasen bei Babys: Was Eltern wissen sollten 

Babys atmen hauptsächlich durch die Nase. Wenn diese verstopft ist, haben sie Schwierigkeiten beim Atmen, besonders wenn sie liegen oder trinken. Babys sind dann oft unruhig und quengelig, weil sie sich die Nase nicht selbst putzen können.  

Wenn ein Baby erkältet ist, wird das Problem schnell offensichtlich und es braucht Hilfe, um die Nase freizubekommen und Husten oder Mittelohrentzündung zu vermeiden. 

Wie behandelt man eine verstopfte Nase mit Kochsalzlösung? 

Kochsalzlösung und Nasensauger sind die besten Mittel gegen Schnupfen bei Babys. So geht’s: 

Wie man die Nase des Babys mit einer physiologischen Kochsalzlösung ausspült 

Herstellung von physiologischer Kochsalzlösung 

  • Fertigprodukte: Physiologische Kochsalzlösungen sind in ihrer Apotheke in sterilen Einmaldosen erhältlich  
  • Kochsalzlösung selbst herstellen:  
    • 500 ml oder einen Liter Wasser etwa zwei Minuten lang abkochen, um im Wasser enthaltene Keime und Bakterien abzutöten 
    • Fünf Gramm Koch- oder Meersalz auf 500 ml Wasser geben – das entspricht etwa einem gehäuften Teelöffel 

Spülen der verstopften Babynase mit der Kochsalzlösung 

  1. Das Baby auf den Rücken legen und seinen Kopf zur Seite drehen, 
  2. Eine kräftige Dosis Kochsalzlösung (ungefähr eine halbe Pipette) mit einer Pipette in das obere Nasenloch geben, 
  3. Prüfen, ob die Lösung durch das andere Nasenloch hinausläuft und das Sekret hinausspült, 
  4. Den Vorgang für das andere Nasenloch wiederholen, 
  5. Falls nötig, das verbleibende Sekret mit einem Nasensauger absaugen, 
  6. Diesen Vorgang mehrmals am Tag wiederholen, besonders vor dem Füttern und Schlafengehen.

Gut zu wissen 

  • Es ist normal, dass das Baby beim Ausspülen der Nase zappelt. Daher ist es hilfreich, in zwei Etappen zu arbeiten, 
  • Die Nasenspülung ist für Säuglinge und Kleinkinder nicht schmerzhaft, nur ungewohnt. 

Homöopathie bei Babyschnupfen: Eine sanfte Alternative 

Schnupfen bei Babys und Kleinkindern kann auch mit homöopathischen Mitteln behandelt werden. Je nach Art des Schnupfens gibt es spezielle homöopathische Mittel, die helfen können. Am besten besprechen Sie die Symptome mit einem homöopathisch geschulten Apotheker, um die richtige Behandlung für Ihr Kind zu finden. 

  • Bei verstopfter Nase: homöopathische Mittel auf der Basis von Nux vomica oder Sambucus nigra, 
  • Bei klarer Nase: homöopathische Mittel auf der Basis von Allium cepa oder Arsenicum album, 
  • Bei zähem Nasenschleim: homöopathische Mittel auf der Basis von Kalium bichromicum. 

Wann zum Kinderarzt gehen, wenn das Baby erkältet ist? 

Suchen Sie sofort einen Kinderarzt auf, wenn einer oder mehrere dieser Punkte zutreffen. 

Gehen Sie bei diesen Symptomen sofort zum Kinderarzt: 

  1. Der Zustand des Säuglings oder Kleinkinds beunruhigt sie: es isst oder trinkt nicht mehr, spielt nicht mehr, ist apathisch…), 
  2. Das Baby ist jünger als drei Monate und hat über 38° Fieber,  
  3. es nach dem Freimachen der Nasenwege immer noch Schwierigkeiten beim Atmen hat,  
  4. Sie eine Schwellung am Auge, an der Nasenwurzel oder an der Stirn feststellen.

Gehen Sie bei diesen Symptomen spätestens am nächsten Tag zum Kinderarzt:  

  1. Das Kleinkind hat Ohren- oder Halsschmerzen, 
  2. Es hat seit drei Tagen Fieber, 
  3. Das Nasensekret ist seit zehn Tagen eitergelb.

Falls Sie weitere Bedenken oder Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Apotheker. Er kann Sie kompetent beraten.