5 Fakten, warum Apotheken für unser Gesundheitssystem unverzichtbar sind
Schweizerischer Apothekerverband
TEXT: GREGORY NENNIGER, SCHWEIZERISCHER APOTHEKERVERBAND PHARMASUISSE
Wer bei der Apotheke nur an Medikamente denkt, liegt falsch: Apotheken sind längst kleine Gesundheitszentren mitten in der Nachbarschaft. Ob Impfungen, Beratung bei Krankheiten, Hilfe bei kleineren Notfällen oder Unterstützung bei Medikamenten-Lieferengpässen – Apotheken sind in vielen Fällen als erste Anlaufstelle bestens geeignet. Die neuen «Fakten und Zahlen 2025» des Schweizerischen Apothekerverbands pharmaSuisse zeigen, wie wichtig die Rolle der Apotheken in der Grundversorgung geworden ist.
In der Schweiz gibt es aktuell 1’830 Apotheken. Sie sind für viele die schnellste und einfachste Möglichkeit, medizinische Hilfe zu erhalten – ganz ohne Termin. Ob Blutdruckmessung, Impfungen oder die «Pille danach»: Apotheken entlasten damit Hausärztinnen und Hausärzte, Notfallstationen und Spitäler.
Mit 20 Apotheken pro 100 000 Einwohner/innen weist die Schweiz im europäischen Vergleich eine tiefere Apothekendichte auf: Der europäische Durchschnitt liegt bei 31 Apotheken pro 100 000 Einwohner/innen.
Beratung in der Apotheke statt Arztbesuch
Ein Drittel der Schweizer Bevölkerung konnte im letzten Jahr dank einer Beratung in der Apotheke auf einen Arztbesuch verzichten. Besonders junge Menschen unter 36 Jahren nutzen dieses Angebot. Das zeigt: Apotheken sind nicht nur für die Abgabe von Medikamenten da, sondern auch für Gesundheitsanliegen im Alltag – damit entlasten sie Hausärztinnen und Hausärzte.

Impfen in der Apotheke: einfach, schnell und beliebt
Rund ein Viertel der Bevölkerung liess sich schon einmal in der Apotheke impfen oder dazu beraten. Das Interesse ist aber doppelt so hoch. Noch stärker nachgefragt würde dieses Angebot, wenn die Krankenkassen die Kosten übernähmen – was ab 2027 geplant ist. Damit können noch mehr Menschen unkompliziert gegen Grippe, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Hepatitis geschützt werden. *
* Beachten Sie, dass das Impfangebot kantonal unterschiedlich ist.

Frauenpower in den Schweizer Apotheken
Die Apothekenbranche ist fest in weiblicher Hand: Drei von vier Apotheker/innen sind Frauen. Bereits im Pharmaziestudium liegt ihr Anteil bei fast 80 Prozent. Apotheker/innen sind bestens ausgebildete Fachkräfte – mit fünfjährigem Studium, eidgenössischem Diplom und oft zusätzlichen Spezialisierungen.
Herausforderung Fachkräftemangel und Lieferengpässe
Rund 24 000 Personen arbeiten in Schweizer Apotheken. Der Fachkräftemangel und der steigende Arbeitsaufwand setzen die Apothekenteams unter Druck. Dazu kommen Versorgungsengpässe bei Medikamenten, die viele Patientinnen und Patienten betreffen. Die Apothekenteams investieren viel Zeit, um Alternativen zu finden – durchschnittlich wendet in jeder Schweizer Apotheke eine Person einen ganzen Arbeitstag für die Suche nach Alternativmedikamenten auf.
Apotheken helfen Kosten zu sparen
Trotz steigender Gesundheitsausgaben bleibt der Anteil der Apotheken an den Gesamtkosten sehr gering: Nur 2,16 Prozent der Kosten im Gesundheitswesen gehen direkt an die Apotheken für Beratung, Abgabe von Medikamenten und Dienstleistungen. Damit tragen sie wesentlich dazu bei, die Kosten im Griff zu halten – und das bei gleichzeitig hoher Qualität.

Die in der Abbildung aufgeführten 7 % enthalten noch jenen Anteil der Preise für Arzneimittel und Medizinprodukte, der an die Hersteller geht. Zieht man diesen Teil ab, sind nur 2,16 % der gesamten Gesundheitskosten direkt dem Apothekenkanal zuzurechnen.
Die komplette Ausgabe «Fakten und Zahlen» finden Sie hier: pharmasuisse.org
Infobox – Apotheken auf einen Blick
- 1830 Apotheken in der Schweiz
- rund 24 000 Mitarbeitende in Apotheken
- Frauenanteil in der Apothekerschaft bei 75 %
- im Durchschnitt arbeiten 13 Personen in einer Apotheke
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Quizfragen
1. Wie viele öffentliche Apotheken gibt es aktuell in der Schweiz?
A) Rund 1000
I) Rund 1800
O) Rund 2500
2. Welcher Anteil der Bevölkerung konnte im letzten Jahr dank einer Beratung in der Apotheke auf einen Arztbesuch verzichten?
M) Rund ein Drittel
N) Jeder Zehnte
P) Mehr als die Hälfte
3. Ab welchem Jahr werden Impfungen in Apotheken voraussichtlich von der Krankenkasse übernommen?
S) 2025
P) 2027
C) 2030
4. Wie hoch ist der Frauenanteil in der Apothekerschaft in der Schweiz?
N) Rund 50 %
F) Rund 75 %
R) Rund 90 %
5. Welche Dienstleistung gehört nicht zu den typischen Angeboten einer Apotheke?
F) Blutdruckmessung
T) Wundversorgung
U) Computertomografie
6. Wie viel Prozent der gesamten Gesundheitskosten in der Schweiz entfallen direkt auf Apotheken (Beratung, Abgabe, Dienstleistungen)?
I) Rund 10 %
A) Rund 5 %
N) Rund 2 %
7. Was ist eine der grössten aktuellen Herausforderungen für die Apotheken?
B) Zu viele neue Standorte
G) Fachkräftemangel und Medikamentenengpässe
R) Geringes Interesse an Beratung
Lösungswort
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Foto: zVg

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