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Deine Körpertemperatur

Bestimmt weisst du, dass dein Körper im Inneren rund um die Uhr eine ziemlich gleichmässige Temperatur hat, obwohl es draussen manchmal sehr kalt oder sehr heiss ist. Hast du dich schon mal gefragt, wie dein Körper das schafft?

Ohne Wärme läuft rein gar nichts

Jeder Mensch hat zwei Temperaturzonen. Die Kerntemperatur im Kopf und im Körperinneren, also im Rumpf, schwankt kaum. Damit dein Gehirn und die inneren Organe wie das Herz, die Leber oder die Niere richtig funktionieren können, ist eine konstante Temperatur von etwa 37 Grad Celsius nötig. Würde die Temperatur auf über 42 Grad steigen oder unter 32 Grad sinken, wäre das sogar lebensgefährlich!

Beine, Füsse, Arme und Hände dienen dem Temperaturausgleich

Dagegen kann die Temperatur in den Extremitäten, also in deinen Beinen, Füssen, Armen und Händen, schwanken. Sie hängt unter anderem von der Umgebungstemperatur draussen und der körperlichen Aktivität ab. Die Extremitäten dienen deinem Körper als Temperaturausgleich: Ist die Kerntemperatur zu niedrig, wird die Durchblutung in den Extremitäten gesenkt. Das passiert durch eine Verengung der Blutgefässe. So fliesst weniger Blut und die Wärme bleibt im Körperinneren. Umgekehrt werden bei einer zu hohen Temperatur im Rumpf die Blutgefässe in den Armen und Beinen erweitert und es kann mehr Blut fliessen. Wenn viel Blut durch kältere Regionen gepumpt wird, kann es abkühlen und dein Körper wird die überschüssige Wärme los.

Der Hypothalamus ist die Schaltzentrale des Körpers

In deinem Gehirn befindet sich eine wichtige Schaltzentrale für den ganzen Körper. Sie wird Hypothalamus genannt. Ein ganz schön komplizierter Name! Dieser Hypothalamus regelt ganz viele wichtige Körperfunktionen, zum Beispiel den Blutdruck, den Schlaf und selbst unsere Gefühle. Aber er überwacht auch die Temperatur im Körperinneren. Das schafft er, indem er ständig die aktuelle Temperatur mit der Zieltemperatur von 37 Grad vergleicht.

Hast du schon mal so richtig gezittert?

Ist die Temperatur zu niedrig, sorgt der Hypothalamus dafür, dass der Körper mehr Wärme bildet und diese dann beibehält. Das kann zum Beispiel durch Zittern passieren. Dann arbeiten deine Muskeln auf Hochtouren und erzeugen jede Menge Wärme. Ist die Kerntemperatur hingegen zu hoch, muss dein Körper unbedingt Wärme abgeben, damit er nicht überhitzt. Das geschieht beispielsweise durch Schwitzen. Der Schweiss verdunstet auf der Haut und dadurch wird die Oberfläche gekühlt. Ganz schön clever!

Wofür soll Fieber gut sein?

Das hast du ganz sicher schon erlebt: Da liegt man krank im Bett, ist schlapp, hat Schmerzen oder einen fiesen Husten – und zu allem Überfluss auch noch Fieber. Das könnte man sich doch wirklich sparen! Nein, lautet die klare Antwort. Weisst du denn, warum? Fieber ist nämlich eine Art Abwehrprogramm des Körpers. Damit wehrt er sich gegen fremde, mikroskopisch kleine Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien, die in deinen Körper eingedrungen sind. Wenn deine Körpertemperatur über 38 Grad Celsius steigt, bekämpfst du also Krankheiten. Damit dein Körper jedoch nicht allzu heiss wird, fängst du an, kräftig zu schwitzen. Dabei verlierst du auch viel Flüssigkeit und das kann ganz schön anstrengend sein. Ruhe dich also gut aus und vergiss nicht, viel zu trinken. Dann geht es dir bestimmt schon bald wieder besser!

Dieser Artikel erschien in einer Ausgabe der astreaAPOTHEKE und wurde für die Website angepasst. Die vollständige Ausgabe der astreaAPOTHEKE ist jeweils in der Apotheke erhältlich und erscheint zehnmal im Jahr.