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Erkältungen erfolgreich behandeln

Erkältungskrankheiten zählen zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Besonders in den Wintermonaten macht uns das nasskalte Wetter zu schaffen, und wir werden von Husten und Schnupfen geplagt.

Eine Erkältung ist eine Virusinfektion der Atemwege. Sie beginnt oft mit Halsschmerzen und Schnupfen, später gesellt sich häufig auch noch Husten hinzu. Seltener treten Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Abgeschlagenheit auf. Die Übertragung der Viren geschieht leicht durch eine Tröpfcheninfektion (Husten oder Niesen) von Mensch zu Mensch. Schon ein bis drei Tage nach der Ansteckung bricht die Krankheit aus.

Wie man die häufigsten Beschwerden behandeln kann

Halsschmerzen

  • Es gibt viele Medikamente gegen Halsweh, die entzündungshemmende, schmerzlindernde oder antiinfektiöse Eigenschaften besitzen. Sie sind in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich. Lutschtabletten entfalten ihre Wirkung am besten, wenn Sie sie ganz langsam im Mund zergehen lassen. Rachensprays und Gurgellösungen sind eine Alternative dazu. Beachten Sie jedoch, dass kleinere Kinder oft noch nicht gurgeln können und die Lösung aus Versehen verschlucken könnten.
  • Auf pflanzlicher Basis können Salbeipastillen empfohlen werden, denn sie besitzen eine entzündungshemmende Wirkung.

Schnupfen und verstopfte Nase

  • Im Handel sind Nasensprays und -tropfen, die die Nasenschleimhäute abschwellen und eine Verminderung der Schleimproduktion bewirken. Dadurch wird die Atmung erleichtert. Nasentropfen und -sprays dürfen nicht länger als 7 bis 10 aufeinanderfolgende Tage angewandt werden (Gefahr der Gewöhnung!).
  • Dieselbe Wirkung lässt sich auch mit Lösungen oder Sirups zum Einnehmen erzielen.

Husten

  • Bei Hustenreiz und trockenem Husten können Sie hustenstillende Medikamente einsetzen. Sie unterdrücken den Hustenreiz und sind als Sirup, Tropfen oder Kapseln erhältlich. Bedenken Sie jedoch, dass Husten auch der Selbstreinigung der Lunge dient und für die Ausscheidung von Schleim nötig ist. Deshalb sollten diese Mittel nur bei starkem und störendem Husten verwendet werden.
  • Bei Kratzen im Hals helfen Pastillen auf Glycerinbasis oder Hustenbonbons.
  • Verschleimten Husten mit Auswurf behandelt man am besten mit Medikamenten, die den Schleim lösen und verflüssigen, damit er besser abgehustet werden kann. Nehmen Sie daher nicht gleichzeitig ein hustenstillendes Mittel ein.

Fieber und Schmerzen

Paracetamol, Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen gehören zu den bewährten Wirkstoffen. Lassen Sie sich in ihrer Apotheke beraten, denn nicht jedes Medikament ist für jeden gleich geeignet.

Kombinationspräparate, die verschiedene Wirkstoffe miteinander vereinen, sollten nur eingenommen werden, wenn auch alle entsprechenden Symptome vorhanden sind.

Ergänzend helfen folgende Massnahmen:

  • Dampfinhalationen mit ätherischen Ölen und Nasenspülungen.
  • Erkältungsbäder: mit heissem Wasser, nicht länger als 15 min und nur bei Fieberfreiheit.
  • Genügend trinken, v.a. Wasser und Tees (Erkältungstees).

Wie man vorbeugen kann

  • Halten Sie Abstand zu Erkrankten und waschen Sie sich bei Kontakt häufig die Hände mit Seife.
  • Stärken Sie ihre Immunabwehr durch gesunde Ernährung und Sport. Ist das nicht gewährleistet oder sind Sie körperlich geschwächt, empfehlen sich Präparate, die die Immunabwehr steigern.
  • Achten Sie auf genügend Luftfeuchtigkeit in den Räumen.

Treten folgende Beschwerden auf, sollten Sie medizinischen Rat einholen:

  • Fieber über 39,5°C oder drei Tage über 38,5°C
  • Schmerzender Brustkorb, Husten mit eitrigem oder blutigem Auswurf
  • Starke Ohrenschmerzen, z.T. mit Hörschwäche und Ohrrauschen
  • Starke Schluckbeschwerden und eitrige Mandeln
  • Starke, z.T. einseitige Kopfschmerzen im Bereich der Augen.

Die richtige Medikamentenwahl ist speziell für Kinder und Schwangere wichtig. Dies gilt auch für chronisch Kranke, denn gerade bei Arzneimitteln gegen Erkältungssymptome sind einige Vorsichtsmassnahmen zu beachten.