Frühling in der Luft – und Pollen auch
Gut informiert durch die Allergiesaison
TEXT: GREGORY NENNIGER, SCHWEIZERISCHER APOTHEKERVERBAND PHARMASUISSE
Die ersten warmen Tage locken nach draussen – doch für viele Menschen beginnt damit eine anstrengende Zeit. Niesen, eine laufende oder verstopfte Nase, juckende Augen: Heuschnupfen, auch Pollenallergie genannt, gehört zu den häufigsten Allergien in der Schweiz. Wer versteht, was im Körper passiert und wie man Beschwerden gezielt lindern kann, ist klar im Vorteil. Die Apotheke spielt dabei eine zentrale Rolle.
Unser Immunsystem hat eigentlich eine Schutzfunktion: Es erkennt Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren und wehrt sie ab. Bei einer Allergie reagiert dieses Abwehrsystem jedoch überempfindlich auf eigentlich harmlose Stoffe aus der Umwelt. Solche Stoffe nennt man Allergene – dazu gehören zum Beispiel Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder bestimmte Nahrungsmittel.
Kommt eine allergische Person mit einem Allergen in Kontakt, stuft das Immunsystem diesen Stoff fälschlicherweise als gefährlich ein. Es bildet spezielle Antikörper und setzt Botenstoffe wie Histamin frei. Diese lösen die typischen allergischen Beschwerden aus, etwa Juckreiz, Rötungen, Schwellungen oder eine vermehrte Schleimproduktion. Je nachdem, wie und wo der Körper reagiert, unterscheidet man verschiedene Allergietypen. Beim Heuschnupfen handelt es sich um eine sogenannte Sofortreaktion: Die Symptome treten meist kurz nach dem Kontakt mit den Pollen auf.
Typische Symptome und Auslöser von Heuschnupfen
Heuschnupfen wird durch Pollen von Bäumen, Gräsern oder Kräutern ausgelöst. Welche Pflanzen Probleme verursachen, hängt von der individuellen Sensibilisierung ab – und vom Zeitpunkt im Jahr. Die typischen Symptome sind:
- häufiges Niesen
- laufende oder verstopfte Nase
- juckende, gerötete oder tränende Augen
- Juckreiz im Rachen oder in den Ohren
- Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten
Unbehandelt kann sich eine Pollenallergie verschlimmern und in manchen Fällen zu allergischem Asthma führen. Eine frühzeitige Abklärung und passende Behandlung sind deshalb wichtig.
Einfache Massnahmen, grosse Wirkung
Eine Allergie lässt sich nicht immer verhindern – doch man kann die Belastung durch Pollen deutlich senken. Bewährt haben sich unter anderem folgende Massnahmen:
- Pollenflugprognosen beachten und Aktivitäten im Freien entsprechend planen
- Fenster vor allem morgens und abends kurz, aber gezielt lüften
- Nach Aufenthalten draussen Kleidung wechseln und Haare waschen
- Wäsche nicht im Freien trocknen
- Sonnenbrille tragen, um die Augen zu schützen
Solche einfachen Verhaltensregeln können helfen, die Symptome spürbar zu lindern.
Tipps und Tricks für den Alltag
Neben der Prävention gibt es zahlreiche Möglichkeiten, akute Beschwerden zu behandeln. Antihistaminika, Nasensprays oder Augentropfen können die Wirkung des Histamins abschwächen oder Entzündungen hemmen. Wichtig ist, das passende Präparat zu wählen und es korrekt anzuwenden.
Hier kommt die Apotheke ins Spiel: Apothekerinnen und Apotheker beraten individuell, klären über Unterschiede zwischen den Produkten auf und achten auf mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Auch bei Fragen zur richtigen Anwendung oder zu Nebenwirkungen sind sie die kompetente Anlaufstelle.
Die Apotheke als erste Adresse bei Heuschnupfen
Ob erste Symptome, bekannte Pollenallergie oder Unsicherheit bei der Selbstmedikation: Die Apotheke ist für viele Betroffene die ideale Gesundheitspartnerin. Die niederschwellige Beratung ohne Voranmeldung, das breite Sortiment und das pharmazeutische Fachwissen ermöglichen eine rasche und gezielte Unterstützung. Viele Apotheken bieten den AllergieCheck® an, der innerhalb von 20 bis 30 Minuten Aufschluss über die zehn häufigsten Atemwegsallergene gibt. In der anschliessenden Besprechung mit der Apothekerin oder dem Apotheker erhalten Sie Empfehlungen zu einer möglichen Behandlung. Das kann in einigen Fällen auch die erleichterte Abgabe von verschreibungspflichtigen Medikamenten beinhalten.
Fazit: Wer seine Beschwerden ernst nimmt und sich frühzeitig beraten lässt, kann die Pollensaison deutlich entspannter erleben – und den Frühling trotz Allergie wieder geniessen.
Heuschnupfen auf einen Blick
Typische Symptome
Niesen, laufende oder verstopfte Nase, juckende oder tränende Augen, Juckreiz im Rachen, Müdigkeit
Häufige Auslöser
Pollen von Bäumen (z. B. Birke, Hasel), Gräsern und Kräutern
Was hilft im Alltag?
Pollen meiden, Wohnung pollenarm halten, Medikamente korrekt anwenden
Gut zu wissen
Eine frühzeitige Behandlung kann verhindern, dass sich die Beschwerden verschlimmern oder auf die Atemwege übergreifen
Tipp aus der Apotheke
Lassen Sie sich persönlich beraten – wir helfen Ihnen, die passende Lösung für Ihre Symptome zu finden
Finden Sie ganz einfach die nächstgelegene Apotheke, die den AllergieCheck® durchführt:
Foto: ©contrastwerkstatt/AdobeStock

Newsletter
Jetzt anmelden!

