Herz-Kreislauf-Stillstand

Nicht zögern – sofort handeln!

IN ZUSAMMENARBEIT MIT DER SCHWEIZERISCHEN HERZSTIFTUNG

Ein Herz-Kreislauf-Stillstand tritt meist plötzlich und unerwartet auf. Die richtige Reaktion in den ersten Minuten ist oft entscheidend. Wer weiss, was zu tun ist, kann in dieser Situation Leben retten.

Es kann jeden treffen – zu Hause, am Arbeitsplatz oder auf der Strasse. In der Schweiz erleiden jedes Jahr rund 7000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Ohne sofortige Hilfe sinken die Überlebenschancen rapide. Umso wichtiger ist es, die Warnzeichen zu kennen und zu wissen, wie man richtig handelt. Die Schweizerische Herzstiftung setzt sich mit Informationsmaterial und Kursangeboten, insbesondere an Schulen, dafür ein, dass möglichst viele Menschen im Ernstfall Leben retten können.

Was ist ein Herz-Kreislauf-Stillstand?

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand hört das Herz plötzlich auf, Blut durch den Körper zu pumpen. Der Blutkreislauf kommt zum Erliegen, wodurch lebenswichtige Organe – allen voran das Gehirn – nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden. Bereits nach drei bis fünf Minuten können schwere Hirnschäden auftreten, nach wenigen weiteren Minuten droht der Tod. Häufige Ursachen sind akute Herzrhythmusstörungen, ein Herzinfarkt oder andere schwere Herzerkrankungen. Der Herz-Kreislauf-Stillstand ist ein absoluter medizinischer Notfall, der sofortiges Handeln erfordert.

Typische Anzeichen richtig deuten

Ein Herz-Kreislauf-Stillstand ist einfacher zu erkennen, als viele vermuten. Die betroffene Person bricht plötzlich zusammen und ist bewusstlos. Sie reagiert nicht auf Ansprechen oder Berührung. Auffällig ist zudem die fehlende normale Atmung – entweder bleibt sie ganz aus oder zeigt sich nur noch als unregelmässiges, röchelndes Atemgeräusch. Bewusstlosigkeit in Kombination mit fehlender oder abnormaler Atmung bedeutet: Es handelt sich sehr wahrscheinlich um einen Herz-Kreislauf-Stillstand.

Was im Ernstfall zählt

In den ersten Minuten nach dem Stillstand entscheidet sich, ob ein Mensch überlebt. Die Hilfe beginnt mit dem raschen Erkennen des Notfalls und dem Alarmieren des Notrufs 144. Parallel dazu muss unverzüglich mit der Herzdruckmassage begonnen werden: Mit gestreckten Armen wird kräftig auf die Mitte des Brustkorbs gedrückt – etwa 100- bis 120-mal pro Minute – solange, bis Hilfe eintrifft.

Wenn ein automatisierter externer Defibrillator (AED) verfügbar ist, sollte er so früh wie möglich eingesetzt werden. Diese Geräte sind heute an vielen öffentlichen Orten zugänglich und speziell für den Einsatz durch Laien konzipiert. Klare Sprachanweisungen führen Schritt für Schritt durch die Anwendung.

Jeder kann helfen

Selbst unter optimalen Bedingungen benötigt der Rettungsdienst mehrere Minuten, um am Notfallort einzutreffen. Diese Zeitspanne kann durch sofortige Hilfe von anwesenden Personen überbrückt werden. Studien zeigen, dass eine frühe Herzdruckmassage und der Einsatz eines AED die Überlebenschancen deutlich erhöhen. Jeder Mensch kann helfen – medizinische Vorkenntnisse sind dafür nicht erforderlich. Entscheidend ist der Mut, rasch zu handeln. Jede Minute zählt!

Lebensrettungskurse an Schweizer Schulen

Die Schweizerische Herzstiftung legt einen besonderen Fokus auf die frühe Ausbildung von Jugendlichen ab zwölf Jahren. Im Rahmen des Programms «HELP Save Lives» bietet die Stiftung spezielle Lebensrettungskurse an, die in den Schulunterricht integriert werden können. Ziel ist, möglichst viele junge Menschen dazu zu befähigen, im Notfall Verantwortung zu übernehmen. Die Jugendlichen lernen nicht nur die Grundlagen der Wiederbelebung, sondern auch, ruhig zu bleiben und besonnen zu handeln. Internationale Erfahrungen zeigen: Wer früh lernt, Leben zu retten, handelt später selbstverständlicher und sicherer.

Informationsmaterial der Schweizerischen Herzstiftung

Ausserdem stellt die Schweizerische Herzstiftung umfangreiches Informationsmaterial zum Thema Herz-Kreislauf-Notfälle zur Verfügung. Broschüren, Merkblätter und Online-Ressourcen erklären verständlich, wie ein Herz-Kreislauf-Stillstand erkannt wird und welche Schritte im Notfall entscheidend sind. Im Zentrum stehen dabei klare Botschaften: erkennen, alarmieren, drücken, defibrillieren. Nur, wenn Hemmschwellen abgebaut und Sicherheit im Handeln vermittelt werden, kann im Ernstfall richtig gehandelt werden. Das kann den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.

Hier finden Sie alle Informationen:

www.swissheart.ch/notfall

Würden Sie im Notfall richtig reagieren? Testen Sie Ihr Wissen im Notfallquiz!

https://forms.swissheart.ch/NotquizD

Foto: ©pixelway/AdobeStock

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