Kinderfrage Flöhe
Was krabbelt und hüpft denn da?
Autor: URSULA BURGHERR
Sie stechen, saugen und hinterlassen juckende, kleine Pusteln: Flöhe sind zwar winzige – aber äusserst lästige Tierchen. Woher sie kommen und wie du sie wieder loswirst, erfährst du hier.
Wenn du zu Hause einen Hund oder eine Katze hast, kann es sein, dass du einmal mit Flöhen in Kontakt kommst. Oder du entdeckst auf deiner Haut plötzlich kleine, rote Punkte, die schrecklich jucken. Das könnten Flohstiche sein. Schlimm oder gar peinlich ist das überhaupt nicht, aber extrem unangenehm. Vor allem, weil das Bedürfnis entsteht, sich ständig zu kratzen. Durch das Aufkratzen der Stiche kann jedoch die Haut wund werden und sich entzünden. Vor allem wird der Juckreiz dadurch nur noch stärker. In manchen Ländern, die Schwierigkeiten mit der Sauberkeit haben, verursachen Flöhe auch schlimme Krankheiten. Das ist bei uns in Europa zum Glück extrem selten geworden.
Weitsprung-Wunder
Flöhe sind flügellose Insekten, die mit blossem Auge fast nicht zu erkennen sind. Ihr rötlich-brauner oder schwarzer Körper misst gerade mal zwei bis vier Millimeter und sieht so aus, als sei er etwas «plattgedrückt». Mit ihren kräftigen Hinterbeinen können Flöhe etwa 35 bis 50 Zentimeter weit springen. Das ist etwa so, als würdest du in einem Sprung 300 Meter schaffen. Deshalb können sie problemlos von einem Lebewesen zum nächsten hüpfen. Zudem haben sie ein scharfes Mundwerkzeug mit einem Stech- und Saugrüssel. Damit können sie die Haut durchdringen und Blut saugen. Denn das haben die kleinen Krabbler besonders gerne. Flöhe sind Parasiten.
Ein Parasit ist ein kleines Lebewesen, das sich von einem grossen Lebewesen, dem sogenannten Wirt, ernährt. Ihre Lieblingsspeise, ohne die sie gar nicht überleben könnten, ist Blut – besonders das von Säugetieren wie Hunden, Katzen oder Ratten. Denn in ihrem Fell können sie sich besonders gut festhalten. Aber auch menschliches Blut finden sie lecker. Flöhe leben mehrere Wochen oder gar Monate und verbreiten sich in Rekordgeschwindigkeit. In dieser Zeit können Flohweibchen nämlich jeden Tag bis zu 40 oder gar 50 Eier legen. Deshalb ist wichtig, dass man die kleinen Biester schnell wieder loswird.
Wenn Flöhe sich in der Wohnung oder im Haus eingenistet haben, gilt als Erstes: alles gründlich staubsaugen – auch die Polster und Matratzen; Bettwäsche, Kleidung und andere Sachen, in denen sie sich besonders wohlfühlen könnten, gehören in die Waschmaschine. Ein richtiger Held bist du natürlich, wenn du deinen Eltern im Kampf gegen die Störenfriede hilfst. Wenn du schon gestochen worden bist: bitte nicht kratzen wegen möglicher Entzündungen. Ein eiskaltes Coolpack hilft gegen den Juckreiz genauso wie der kühlende Saft der Aloe-vera-Pflanze. Geh in die Badewanne und nimm ein Vollbad, um allfällige Flöhe an deinem Körper zu beseitigen. Wenn die Flohbisse auch nach Tagen nicht weggehen, empfiehlt sich ein Besuch beim Arzt, der dir etwas Stärkeres verschreiben kann.
So bleibt dein Vierbeiner flohfrei

Newsletter
Jetzt anmelden!

