Tipps für ein starkes Herz

Wie Umweltfaktoren unser Herz beeinflussen

IN ZUSAMMENARBEIT MIT DER SCHWEIZERISCHEN HERZSTIFTUNG

Unser Herz ist empfindlich, aber auch anpassungsfähig. Wer die Umweltgefahren kennt und bewusst gegensteuert, kann sein Herz langfristig schützen. Saubere Luft, weniger Lärm, Schutz vor Hitze und Kälte, Schadstoffreduktion, Stressabbau, Bewegung und gesunde Ernährung bilden eine starke Basis für ein gesundes Herz.

Verschmutzte Luft: unsichtbare Gefahr für das Herz

Feinstaub, Stickoxide und Ozon gelangen über die Lunge in den Blutkreislauf und fördern Entzündungen. Das Herz muss stärker pumpen, der Blutdruck und das Risiko für Herzinfarkte steigen.

Tipps für den Alltag:

• Spaziergänge in Parks oder Grünanlagen bevorzugen.

• Wohnung zu verkehrsarmen Zeiten lüften.

• Luftreiniger einsetzen.

• Schutzmaske tragen (Typ KN95, FFP2 oder N95).

• Bei bestehenden Herzproblemen Belastungsspitzen meiden.

Lärm: Dauerstress für Herz und Gefässe

Stadtverkehr, Fluglärm oder Baustellen aktivieren das Stresssystem. Dauerhafter Lärm erhöht Puls und Blutdruck, stört den Schlaf und belastet das Herz langfristig.

Tipps für den Alltag:

• Schlafräume ruhig gestalten, Ohrstöpsel nutzen.

• Entspannungstechniken wie Atemübungen, Yoga oder Meditation anwenden.

• Bei Bluthochdruck medikamentöse Einstellung prüfen.

Hitze: Das Herz schlägt schneller

Hohe Temperaturen erweitern die Blutgefässe und erhöhen die Herzfrequenz, Schwitzen führt zu Flüssigkeitsverlust. Beides belastet den Kreislauf.

Tipps für den Alltag:

• Viel trinken und leichte Kleidung tragen.

• An heissen Tagen körperliche Anstrengung möglichst meiden.

• Kühle Räume aufsuchen.

• Bei Herz-Kreislauf-Problemen ärztlichen Rat einholen.

Kälte: Das Risiko für Herzinfarkte steigt

Tiefe Temperaturen verengen die Blutgefässe und erhöhen den Blutdruck. Herz und Kreislauf arbeiten auf Hochtouren – das Risiko für Herzinfarkte steigt, vor allem bei Menschen mit geschwächtem Herzen.

Tipps für den Alltag:

• Warme Kleidung, Mütze und Handschuhe tragen.

• Bewegung anpassen, ausreichend essen.

• Bei Symptomen wie Brustschmerzen sofort ärztliche Hilfe suchen.

Chemische Schadstoffe: Sie kommen überall vor

Pestizide, Weichmacher, Lösungsmittel oder Schwermetalle können Entzündungen fördern, den Hormonhaushalt stören und den Fettstoffwechsel verändern. Dies erhöht den Blutdruck und somit auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Tipps für den Alltag:

• Frische, unverarbeitete Lebensmittel bevorzugen.

• Schadstoffarme Verpackungen verwenden.

• Kosmetika und Reinigungsmittel bewusst auswählen.

• Bestehende Herzprobleme ärztlich behandeln lassen.

Chronischer Stress: dauerhafter Alarmzustand

Arbeitsdruck, Konflikte, Sorgen oder Einsamkeit halten den Körper dauerhaft im Alarmzustand. Herzfrequenz, Blutdruck und Entzündungsmarker bleiben hoch, Schlaf und Erholung leiden.

Tipps für den Alltag:

• Pausen einplanen und Hobbys nachgehen.

• Soziale Kontakte pflegen.

• Körperliche Aktivität und Entspannungstechniken einsetzen.

• Bei chronischem Stress professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Bewegungsmangel: Herzmuskel wird geschwächt

Ein bewegungsarmer Lebensstil erhöht Blutdruck, Cholesterin und das Risiko für Übergewicht oder Diabetes – alles Risikofaktoren für das Herz.

Tipps für den Alltag:

• Täglich mindestens 30 Minuten moderate Bewegung einplanen.

• Treppen steigen statt Lift benutzen.

• Spaziergänge in den Alltag einbauen.

• Bei bestehenden Herzproblemen ein individuelles Trainingsprogramm unter professioneller Anleitung absolvieren.

Ungünstige Ernährung: Belastung von innen

Zu viel Salz, Zucker, Transfette und stark verarbeitete Lebensmittel fördern Entzündungen, erhöhen Blutdruck und Cholesterin. Auch belastete Lebensmittel können dem Herzen schaden.

Tipps für den Alltag:

• Frische, vorwiegend pflanzenbasierte Ernährung mit Vollkorn, Hülsenfrüchten und gesunden Fetten wie Raps- und Olivenöl bevorzugen.

• Salz- und Zuckerkonsum reduzieren.

• Regionale und saisonale Produkte wählen.

• Bei bestehenden Herzproblemen Ernährungsberatung nutzen.

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Foto: ©AungMyo_AdobeStock

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