Warum bekommen Kinder zweimal Zähne?
Als du fünf oder sechs Jahre alt warst, fielen deine Milchzähne aus.
TEXT: URSULA BURGHERR
Als du fünf oder sechs Jahre alt warst, fielen deine Milchzähne aus. Danach schoben sich die bleibenden Zähne durch. Wie viele es sind und welche, erfährst du hier.
Noch bevor du auf die Welt kamst, war dein Gebiss im Kiefer schon fast fertig und unsichtbar unter dem Zahnfleisch versteckt. Die ersten Zähnchen eines Babys erscheinen meistens erst ein paar Monate nach seiner Geburt. Das sind die Milchzähne. 20 Stück hattest du davon im Mund, zehn davon oben und zehn unten. Sie sorgten dafür, dass du schon als Kleinkind kauen und essen konntest.
Wenn du wächst, wird dein gesamter Körper grösser – auch der Kieferknochen. Dadurch gibt es mehr Platz in deinem Mundraum. Würden die Milchzähne dann stehen bleiben, hättest du irgendwann riesige Lücken zwischen den Zähnen. Deshalb fallen die Milchzähne im Alter von fünf bis zwölf Jahren nach und nach wieder aus, um den bleibenden Zähnen Platz zu machen. 32 Stück sind es nun. Sie sind unter den Milchzähnen im Knochen angelegt und schieben sich langsam durch das Zahnfleisch an die Oberfläche. Das tut im Normalfall nicht weh. Wenn ein Zahn etwas länger braucht, bis er ausfällt, kann das jedoch etwas unangenehm werden. Manchmal wartet man vergeblich darauf, dass sich ein Milchzahn lockert. Es kann nämlich sein, dass der bleibende Zahn, der den Milchzahn ersetzen soll, gar nicht angelegt ist. Ebenfalls ein Grund für einen hartnäckigen Milchzahn kann sein, dass seine Wurzel sich nicht aufgelöst hat. In beiden Fällen kann dann der Zahnarzt erklären, was zu tun ist. Erinnerst du dich an deine erste Zahnlücke? Wie hat sich das angefühlt?
Die zweiten Zähne sind grösser und widerstandsfähiger als die Milchzähne. Schliesslich sollen sie ein ganzes Leben lang halten. Trotzdem sind sie in den ersten drei Jahren empfindlich, da der Zahnschmelz noch nicht ausgehärtet ist. In dieser Zeit ist es besonders wichtig, sie gut zu pflegen. Es gibt drei Arten von Zähnen: vorne die flachen Schneidezähne, rechts und links davon die spitzen Eckzähne und hinten die breiten Backenzähne. Wenn du einen Apfel isst, beisst du mit den vorderen Zähnen ein Stück davon ab und mahlst es mit den hinteren Zähnen richtig klein. Erst so kannst du auch grössere Brocken schlucken.
Jeder Zahn besteht aus einer Wurzel und einer Krone. Die Zahnkrone schaut aus dem Zahnfleisch heraus und hat einen harten Überzug aus Schmelz. Wenn dieser Schmelz Löcher bekommt, verfärbt er sich braun. Das nennt man Karies. Sie entsteht durch Bakterien im Mund, die zuckerhaltige Sachen in Säure verwandeln. Säure kann den Zahnschmelz angreifen. Deshalb solltest du deine Zähne regelmässig mit Zahnbürste und Zahnpasta putzen, damit du keine Probleme damit bekommst.
Kleine Zahnkunde
Foto: ©Fedulova_art/AdobeStock

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