Worauf muss ich beim Spielen im Schnee achten?

Kinderfrage

TEXT: URSULA BURGERR

Schlitteln, einen Schneemann bauen oder Spuren im Schnee lesen: Auch im Winter macht es Spass, draussen zu spielen. Wir geben dir ein paar Tipps, damit du dabei nicht frierst oder krank wirst.

Der Winter ist die kälteste Jahreszeit auf unserer Seite der Erde. Die Bäume tragen keine Blätter mehr und viele kleine und grössere Tiere suchen sich einen warmen Unterschlupf für die frostigen Monate. Bei uns gilt der 21./22. Dezember als Winteranfang. Die Tage sind dann am kürzesten und es wird früh dunkel. Solange es noch hell ist, macht es aber auch bei Wind und Wetter viel Spass, draussen zu toben und zu spielen. Und das ist gut so. Viel Bewegung an der frischen Luft stärkt deine Abwehrkräfte, damit du weniger schnell krank wirst. Zudem hast du mehr Appetit und schläfst besser. Damit du dich nicht erkältest, ist es allerdings wichtig, dass du dich warm anziehst. Es gibt nämlich kein falsches Wetter, sondern nur falsche Kleidung. Das sagen die Leute in Norwegen, einem Land, in dem es noch viel kälter ist als bei uns, und die Temperaturen oft unter minus 40 Grad sinken.

Am besten trägst du mehrere Kleidungsschichten übereinander, die du bequem an- und ausziehen kannst; wenn es frostig wird, zum Beispiel ein langärmliges Leibchen und eine lange Unterhose. Darüber kommt eine Thermojeans, ein weicher Pullover, Hoodie und evtl. eine Weste – am besten aus flauschigem Fleece, das schnell trocknet. Zum Schluss dann eine Winterjacke, die wind- und wasserabweisend ist. Bei viel Schnee sind eine Thermohose oder ein Schneeoverall ideal. So bist du gut gegen jedes Schmuddelwetter geschützt. Ganz wichtig ist, den Kopf, die Hände und die Füsse warm zu halten. Deshalb immer gut gefütterte Schuhe, dicke Handschuhe und eine Mütze anziehen. Beim Skifahren (und auch beim Eislaufen) bewahrt dich ein Helm vor schweren Kopfverletzungen. Und dann: ab in den Schnee!

Im Winter sind mehr Leute erkältet als im Sommer. Weil sich krankmachende Viren auch über die Hände übertragen, ist es jetzt besonders wichtig, dass du sie beim Nachhausekommen wäschst. Deine Abwehrkräfte stärkst du zusätzlich, wenn du viel vitaminreiches Obst und Gemüse isst, zum Beispiel Orangen, Mandarinen oder Kiwis. Und Wintergemüse wie Karotten, Lauch, Kohl, Sellerie oder Chicorée. Frag doch mal deine Mama, ob sie damit eine leckere Gemüsesuppe, Gemüselasagne oder einen Gemüseburger zubereiten kann. Das schmeckt nicht nur gut, sondern hält dich auch gesund.

Weil die kalte Luft draussen und die trockene Heizungsluft drinnen deinem Körper viel Flüssigkeit entziehen, solltest du zudem viel Wasser oder Tee trinken. Damit sorgst du dafür, dass die Schleimhäute in deiner Nase und deinem Mund nicht austrocknen. Je trockener sie sind, desto anfälliger werden sie nämlich für die krankmachenden Viren. Auch deine Haut wird bei Kälte draussen trocken, besonders an den Stellen, die frei liegen und nicht warm verpackt sind. Dagegen hilft eine fettende Creme.

Was, wenn dir nach dem Herumtoben im Schnee kalt ist? Nimm ein warmes Bad. Danach solltest du aber nicht mehr in die Kälte stürmen, sondern ab ins Bett. So bist du am anderen Tag wieder fit und kannst dir überlegen, ob du lieber einen Schneemann bauen, schlitteln oder eine Schneeballschlacht anzetteln willst.

Foto: ©cirodelia/AdobeStock

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